Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Angebote Fremde Welt ganz nah

Fremde Welt ganz nah

Unser neustes Projekt: Wie informieren Massenmedien über Entwicklungspolitik

Wer will schon gerne belogen werden? Wohl kaum jemand. Dennoch passiert es oft, wenn man sich über die Massenmedien informiert. Wobei, „belogen“ wird man dabei nicht wirklich. Es ist eher so, dass nur ein Teil der „Wahrheit“ präsentiert wird, ein Ausschnitt von dem, was alles passiert ist. Aber ist man sich dessen ständig bewusst? Fällt einem diese Verzerrung nur dann (negativ) auf, wenn man selber weiß, wie es „wirklich“ war? Weil man es selbst erlebt hatte oder jemand kennt, der vom selben Ereignis eine andere Geschichte erzählt? Wie ist es dann aber, wenn es um Berichte aus anderen Teilen der Welt geht, zu denen man normalerweise keinen persönlichen Zugang hat? Verläßt man sich da nicht allzu gerne auf die präsentierten Darstellungen in den Massenmedien und glaubt daran, dass es wirklich so ist, wie es gezeigt oder geschildert wurde?

Wir möchten mit diesem Projekt dazu beitragen, sich besser ein eigenes Bild der Welt zu machen. Dazu ist Aufklärung über die Hintergründe des Medienbetriebes hilfreich:

 

  • Welche Faktoren spielen eine Rolle, damit aus den täglich tausenden von Ereignissen eine Nachricht wird?
  • Welche Aufgaben haben die Journalisten vor Ort, welche die Redaktion zu Hause?
  • Was oder wer hat sonst noch Einfluss auf die Berichterstattung?

 

Um diese und andere Fragen genauer beantworten zu können, ist es gut, sich an einem Beispiel zu orientieren, woran die Mechanismen anschaulich gemacht werden können. Das Beispiel sollte natürlich auch eine gewisse Relevanz haben. Darum haben wir die Berichterstattung aus den Ländern gewählt, wo u.a. unsere Kultur(en) entstanden sind und wo heute die Mehrzahl der Erdbevölkerung wohnt: die sogenannten Entwicklungsländer (oder auch Länder des Südens). Anhand der Berichterstattung aus diesen Ländern wollen wir verdeutlichen, dass es so etwas wie objektive Berichterstattung nicht geben kann, da Medienberichterstattung immer auf Vereinfachung der zugrundeliegenden komplexen Hintergründe basiert. Dies führt zu Schwarz-weiß-Sichten und verstärkt Stereotype. Wenn man gut informiert sein will, ist es somit notwendig, die „Schwächen“ der Berichterstattung zu kennen, um sich selber ein Bild machen zu können.

Artikelaktionen