Technik, Teilhabe, Transformation – Industriekultur und Zukunft im Wiegand Quartier Merseburg
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Fabian Kursawe
Fabian [dot] Kursawe [at] mohio [dot] org
Nina Richter
Nina [dot] Richter [at] mohio [dot] org
Fördermittelgeber
Partner
Projektbeschreibung
In der Halle 5 des Wiegand-Quartiers, einer technisch und sozial verwaisten Industriehalle aus dem Jahr 1936 in Innenstadtnähe von Merseburg, entsteht innerhalb von 18 Monaten ein klimapositiver Dritter Ort. Der Ansatz verbindet Re-Use-Bau, Offene Werkstätten sowie partizipative Formate zu einem operativen Modell für nachhaltige Quartiersentwicklung.
Bau- und Sanierungsmaßnahmen wie Dachertüchtigung, 100 kWp Photovoltaik und 60 kWth Wärmepumpe schaffen die energetische Grundlage. Offene Werkstätten, Materialrettung und Co-Design ermöglichen gemeinsames Machen und Lernen. Partizipative Prozesse, kulturelle Veranstaltungen und Bildungsformate öffnen den Ort für vielfältige Zielgruppen und fördern Inklusion sowie gemeinschaftliches Handeln. Der Organisationsentwicklungsprozess stärkt die Selbststeuerung und langfristige Tragfähigkeit.
Das Projekt schafft niedrigschwellige Bildung, lokale Wertschöpfung und eine messbare CO₂-Minderung. Nachhaltigkeit, Inklusion und Ästhetik greifen dabei bewusst ineinander, um Räume zu gestalten, die Zugehörigkeit, Teilhabe und gemeinsames Lernen fördern.
Die Umsetzung erfolgt modular, offen dokumentiert und mit einem Open-Source-Toolkit, sodass das Konzept auf weitere leerstehende Hallen in Klein- und Mittelstädten im Chemiedreieck und darüber hinaus übertragbar ist. So werden aus Leerstand Lern-Chancen, aus Abfall Ressourcen – und aus Besuchenden aktive Mitgestaltende.


